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 Was ist INDECT?

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BeitragThema: Was ist INDECT?   Di Apr 17, 2012 6:14 pm

Flaschenpost: Was genau ist INDECT?
Tim Weskamp: INDECT ist ein Forschungsprojekt der EU mit dem Zweck alle gängigen Überwachungstechnologien zu einem universellen Überwachungsinstrument zu vereinen. Dieses allumfassende Überwachungssystem soll auffälliges Verhalten analysieren, interpretieren, das soziale Umfeld der auffälligen Person identifizieren und analysieren und gegebenenfalls mittels biometrischen Kameras, Handyortung, fliegender Kameradrohnen etc. verfolgen können. Genanntes gilt für Realität sowie auch Virtualität. Heist ein herberes politisches Video bei Youtube, alarmiert INDECT genau wie ein nervöser Gang in der Einkaufspassage.
Flaschenpost: Ein bisschen klingt das nach 1984. Warum glaubst du wird die Überwachung seit Jahren ausgebaut?
Tim Weskamp: Gute Frage. Es ist ja nicht so, als hätten Europäische Behörden noch nie einen Anschlag oder Verbrechen vereitelt. Meiner Meinung nach reichen die modernen Fahndungsmethoden vollkommen aus. Also warum will die EU diesen Orwellschen Alptraum auf ihre Bevölkerung loslassen? Sparmaßnahmen? Wohl kaum. Ich will mir gar nicht ausmalen, was das alles kostet und wer das bezahlt (wahrscheinlich wir…). Akute Anschlagsgefahr? Angst vor der eigenen Bevölkerung? Kontrollwahn? Ich weiß es nicht. Vielleicht wissen die es selber nicht.
Flaschenpost: Kann es wirklich so weit kommen? Immerhin kann Technik nicht alle Menschen ersetzen. Zu einem Polizeistaat gehören Polizisten. Seit vielen Jahren sinkt jedoch die Anzahl der Polizeibeamten.
Tim Weskamp: Das kann es. Ein Anschlag in Deutschland und schon gehen etliche Bürgerrechte zugunsten der “Sicherheit” der Bevölkerung über Bord. Ich kann mir ein von INDECT überwachtes Deutschland nicht gerne, aber sehr gut vorstellen. Um es mal ganz grob zu beschreiben: Streifenpolizisten werden ersetzt durch Kameras und Drohnen. Ersetzt werden sie durch Beamte, die vor dem Computer sitzen und auf Bildschirme starren. Eine handvoll IT-Spezialisten und noch eine größere schnelle Eingreiftruppe. Aber vor allem bedeutet INDECT volle Kassen für die Sicherheitsindustrie.
Flaschenpost: Das klingt ein wenig danach, als hätten die Sicherheitsunternehmen die Aufgabe der Rüstungsunternehmen im Kalten Krieg übernommen. Also mit garantierten Staatsaufträgen viel Geld verbrennen, Arbeitsplätze schaffen, bei der Bevölkerung ein Gefühl der Sicherheit schaffen. Nur dass der Gegner, gegen den sich das heute richtet, nicht östlich der Grenze wohnt und eine ähnliche Hochrüstung betreibt.
Tim Weskamp: Ja, das stimmt. Nur glaube ich, dass ein Großteil der Beteiligten in der Industrie, den staatlichen Stellen sowie auch die Forscher, die INDECT vorantreiben, sich als Helden im Kampf gegen den Terrorismus sehen. Dass sie der Bevölkerung Sicherheit und Schutz geben. Die ethischen Bedenken verschwinden sehr wahrscheinlich unter einem Berg von vollen Auftragsbüchern und einem verblendeten Gewissen. Das, was aus so einem Überwachungssystem letztendlich werden kann, wird einfach ausgeschlossen. Wie hoch die Gefahr vor Missbrauch ist und was es bedeutet, dass man sich in Deutschland, der EU und im Internet nicht mehr unbeobachtet bewegen kann. Dass alles, was man sagt und tut, zu jeder Zeit bewertet, analysiert, katalogisiert und sofort geahndet werden könnte. Es ist ein kalter Krieg mit falschen Motiven gegen die Persönlichkeitsrechte eines jeden Einzelnen.
Flaschenpost: Ein Bekennervideo, ein Gewehr, Sachbeschädigung und die offensichtlich werdende Angst vor Entdeckung. Da kommen schon einige Dinge zusammen, oder?
Tim Weskamp: Ja, aber warum nicht? Was, wenn eine Kameradrohne einen dabei beobachtet, wie man auf einem Hinterhof Mehl in den Kofferraum eins Freundes einlädt und man noch ein wenig nervös ist, weil man bereits zu spät ist zur Theaterauffühung seiner Kleinen? Zu was für einem Schluss soll denn ein Beamter kommen, der dieses Bild von INDECT serviert bekommt? “Ach, wird schon nichts sein.” oder “Warum lädt der Mann da nervös weißes Pulver von einem Kofferraum in den nächsten?”. Solche Zweideutigkeiten wird es immer geben. Natürlich treibe ich es absichtlich auf die Spitze in “Panopticon”. Wäre es ernsthaft unrealistisch, dass so eine Gruppe von Personen so einen Alltag hat? Was wäre, wenn sie sich noch bei Stuttgart 21 oder gar im Wendland als Vorgeschichte Beamten in den Weg gestellt hätten? Ich habe versucht den ganzen Film über “auf Messers Scheide” zu inszenieren. Das Spiel sollte nie kippen. Manche Leute halten sie sofort für Verschwörer, die was im Schilde führen. Andere wiederum sehen nur einen üblichen Tagesablauf bis zum Ende des ersten Teils. Es lohnt, sich den Film zweimal anzugucken. Es fallen einem viel mehr Details auf.
Flaschenpost: In deinem Film hört man einen Nachrichtensprecher, der ein Armutsrisiko von 22% Prozent nennt. Heute sind 14% der Bürger von Armut gefährdet. In welchem Jahr spielt dein Film?
Tim Weskamp: Vielleicht schon 2014? Ich wollte den Rahmen, als ich das Script schrieb, realistisch halten. Davon ausgehend, dass INDECT 2013 bei der EM in Polen zum Einsatz kommen soll, sich die Finanzkrise immer weiter verschärft und die Terrorgefahr in Deutschland zunimmt (oder zumindest die Panikmache der Medien). Das ergab für mich ein Setting, was gar nicht allzuweit entfernt sein konnte. Überwacht, frustriert, verängstigt.
Flaschenpost: Warum hast du den Film kostenlos ins Netz gestellt?
Tim Weskamp: Um mehr Leute schneller zu erreichen und wachzurütteln. Und weil es schwer ist, jemandem INDECT nur mit Worten zu erklären (ohne dabei als böser, böser Verschwörungstheoretiker abgestempelt zu werden).
Flaschenpost: Was kann jeder Einzelne gegen die INDECT-Pläne tun?
Tim Weskamp: Er sollte anderen davon erzählen. Das Zeitgeschehen beobachten und kritisch hinterfragen. Bewusster mit persönlichen Informationen umgehen. Dagegen auf die Straße gehen, wenn es nötig wird.




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